Behutsame Eingriffe

Veränderungen an und in historischen und denkmalgeschützten Bauten erfordern sehr hohes Fachwissen und vertiefte Kenntnisse der Baugeschichte. Denn oft kommen dabei exklusive Werkstoffe zum Einsatz, die zudem in althergebrachten Arbeitstechniken verarbeitet werden.

Wir beherrschen diese alten Techniken und kennen uns aus mit den speziellen Werkstoffen. Weil wir historische Gebäude mit grossem Respekt vor ihrer Geschichte betreten.

Wir zeigen Ihnen gerne einige Beispiele aus den letzten Jahren, wie wir diese nicht alltäglichen Projekte ausführen:

Jugendstil-Hotel Paxmontana, Flüeli-Ranft (erbaut 1896)

Der damals gerade mal 31-jährige Tourismuspionier Franz Hess-Michel erbaute dieses Kurhaus 1896 und gab ihm den Namen Nünalphorn. Zwei Jahre später baute er die Veranda an, 1906 wurde das Haus als Jugendstil-Hotel zur heutigen Grösse erweitert.

Im Rahmen der 18-monatigen Totalsanierung 2010/11 setzten wir von Hess & Partner keramische Wand- und Bodenbeläge ein. Seither erstrahlt das denkmalgeschützte Jugendstil-Hotel Paxmontana wieder in jugendlicher Frische. Der Schweizer Heimatschutz bezeichnet das Paxmontana als eines der schönsten Hotels der Schweiz.

www.paxmontana.ch

Hotel Villa Honegg am Bürgenstock, Ennetbürgen (erbaut 1905)

Der Kernser Emil Durrer, Neffe des legendären Bergbahnbauers Franz Josef Bucher-Durrer, erbaute dieses Kurhotel als Ergänzung zu den damals schon legendären Bürgenstock-Hotels. Nach seinen Glanzzeiten stand das Haus Jahrzehntelang leer, bis es 2007 den Besitzer wechselte und nach einem mehrjährigen Umbau 2011 neu eröffnet wurde. Das Fünfsterne-Superior-Hotel Villa Honegg wurde im Frühling 2013 als freundlichstes Luxushotel der Schweiz ausgezeichnet

Beim aufwändigen Umbau bauten wir im klassischen Stil sämtliche Cheminée-Anlagen ein – eine spezielle Herausforderung, weil sich diese Anlagen teilweise im Holzbereich des Hauses befinden und somit hohen feuerpolizeilichen Vorschriften genügen müssen.

www.villa-honegg.ch

Talstation und Chalet der Pilatus-Bahn, Alpnachstad (erbaut 1889)

Die Pilatusbahn ist zwar noch immer die steilste Zahnradbahn der Welt und als solche ein Touristenmagnet, aber die Talstation und das angegliederte Chalet waren in die Jahre gekommen. Im Jahr 2010 wurden deshalb beide Gebäude deshalb um- und ausgebaut, unter anderem mit einem neu gestalteten Vorplatz, neuen WC-Anlagen und einem Ticketpavillon. Im Chalet wurde ein Bistro eingerichtet.

Wir durften in beiden Gebäuden sämtliche keramischen Wand- und Bodenplatten verlegen. Für das Chalet durften wir zudem die eigens im Originalverfahren hergestellten Bodenplatten mit Randfries liefern und verlegen.

www.pilatus.ch

Hotel Pilatus Kulm, Alpnach (erbaut 1887–1890)

Das sprichwörtliche Highlight der regionalen Hotellerie steht unter Denkmalschutz und wurde schon mehrfach grösseren Modernisierungs- und Umbau-Arbeiten unterzogen.

Bei der umfassenden Fassaden-Renovation 1990 versetzten wir rund 27’000 extra gebrannte Keramikplatten und Winkelstücke im sogenannten Buttering-Floating-Verfahren. Die Gestaltung der Fassaden und Lisenen konnte so optimal dem Charakter des Kernbaus angepasst werden.

Bei der Gesamtsanierung 2010 wurden die Hotelzimmer, die Küche, das Erd- und Untergeschoss sowie das Restaurant im Queen-Viktoria-Saal neu gestaltet. Wir haben dabei sämtliche keramischen Wand- und Bodenplatten verlegt.

www.pilatus.ch


Bergkapelle Fräkmüntegg am Pilatus, Hergiswil (erbaut 1960/61)

Acht Jahre lang sammelte der Kapellbauverein Spenden, bevor das kleine Gotteshaus hoch oben am Pilatus gebaut werden konnte. Seither finden hier regelmässig Berggottesdienste statt, die bei Berggängern sehr beliebt sind.

Im Rahmen der umfassenden Sanierungsarbeiten 2008 haben wir die Feuchtigkeitsschäden am Tonplattenbelag behoben und die störenden Kalkkarbonatausblühungen beseitigt. Wir haben die Belege generalgereinigt und die neue WC-Anlage im rückseitigen Bereich der Kapelle mit keramischen Wand- und Bodenbelägen versehen.

www.kirche-hergiswil.ch

Château Gütsch, Luzern (erbaut 1879–1888)

Das märchenhafte Château ist dem Schloss Neuschwanstein nachempfunden und thront pittoresk über der Stadt Luzern. Während der jüngsten Umbauphase im Frühjahr 2008 wurden wesentliche Teile des Restaurantbereiches um- und neugestaltet.

Neben weiten Teilen des Bodenbelages, den wir in einem hellbeigen Kalkmarmor aus Jerusalem ausführten, durften wir auch eine rund 200 Jahre alte französische Cheminée-Anlage neu erstellen. Das Innenleben der antiken Stil-Cheminéeanlage entspricht dem neusten Standard.

www.chateau-guetsch.ch

Rathaus Sarnen 1729-1731

Das erste Rathaus dominierte schon 1418 den Sarner Dorfplatz. Der jetzige Bau wurde 1729 errichtet und hat nichts von seiner Mächtigkeit verloren.

Nach den Hochwasser-Schäden von 2005 entschloss sich die Regierung zu einer umfassenden Sanierung. Im Zuge dieser Arbeiten haben wir 2007 die bestehenden Sandsteinbeläge und die sanitären Anlagen dezent mit keramischen Bodenplatten im Format 60/60 ergänzt.

www.sarnen.ch

 

 

Evangelisch-Reformierte Kirche, Hergiswil (erbaut 1948)

Klare Linien, schlichte Formen, davor ein schöner Park: Die Evangelisch-Reformierte Kirche in Hergiswil ist ein Bijoux im Dorf.

Anlässlich der Instandstellungsarbeiten haben wir 2005 im Kirchenraum verschiedene Tonplatten ersetzt und Fehlstellen ergänzt. Zudem durften wir die neue WC-Anlage im Untergeschoss mit keramischem Wand- und Bodenbelag auskleiden.

www.ref.kirche-hergiswil.ch

 

Evangelisch-Reformierte Kirche, Alpnach (erbaut 1872)

Mit Baujahr 1872 gehört diese Kirche zu einer der ältesten evangelisch-reformierten Kirchen der Zentralschweiz.

In Zuge der Gesamtrenovation 1996 wurde das Untergeschoss der Kirche den aktuellen Bedürfnissen entsprechend ausgebaut. Dabei durften wir die Toiletten- und Allgemeinräume mit keramischen Plattenbelägen ausstaffieren.

www.ow.ref.ch/obwalden

Kapelle St. Anna, Emmetten (erbaut 1902)

Diese einzigartige, im gotischen Stil gebaute Kapelle steht auf der Schönegg: Entsprechend eröffnet sich hier auch ein atemberaubender Panoramablick.

Während der Renovation 1994 führten wir eine Tiefenreinigung mit anschliessender Oberflächenversiegelung des Kapellenbodens aus und übernahmen diverse Anschlussarbeiten. Die Fronarbeiten verschiedener Beteiligter lassen das schmucke Kleinod bis heute in neuem Glanz erstrahlen.

http://www.panoramio.com/photo/18286802

 

St.-Josef-Kapelle, Alpnachstad (erbaut 1702)

Mit dem Säulenportikus, dem Dachreiter und der angebauten Sakristei bietet das kleine Gotteshaus im Stad ein malerisches Bild. Das Innere mit den Altären von Johann Joseph Mossbrugger ist bescheiden, aber ansprechend gehalten.

Im Jahr 1991 beschloss die Katholische Kirchgemeinde eine umfassende Aussen- und Innenrenovation, bei der wir den Sakristeiboden komplett mit handgefertigten Tonplatten sanieren durften.

www.pfarrei-alpnach.ch

Hexenturm, Sarnen (erbaut ca. 1250)

Auch wenn es schon lange her ist: Auf diese Arbeit sind wir heute noch stolz, weil der Hexenturm in Sarnen schon fast 800 Jahre alt ist.

Der Turm, der seit Jahrhunderten als Staatsarchiv des Kantons Obwalden genutzt wird, wurde von uns während der Restaurierung 1985/86 mit speziellen Bodenplatten ausgestattet. Die Platten haben wir «nass in nass», also direkt im Mörtelbett verlegt.

www.sarnen.ch

Pfarrkirche St. Maria Magdalena, Alpnach (erbaut 1812–1820)

Dieser Bau ist kunsthistorisch insofern von Bedeutung, als mit ihm der klassizistische Baustil auch in der Innerschweiz endgültig zum Durchbruch kam. Die Architektur des Spätbarocks weicht klaren Raumproportionen und linear gesetzten Akzenten eines nüchtern und zurückhaltend empfundenen Raumgefüges.

In den Jahren 1984 und 1985 wurde die ganze Pfarrkirche einer Totalsanierung unterzogen. Wir legten den Boden der Sakristei und des Nebenraums mit Tonplatten aus und führten diverse Anschluss- und Ergänzungsarbeiten aus.

www.pfarrei-alpnach.ch/kirchenkapellen

Pulverturm, Sarnen (erbaut 1661)

Einst wurden im Hexenturm (siehe oben) Dokumente und Schiesspulver gelagert – was den Obrigen irgendwann zu gefährlich wurde: Wäre das Pulver expoldiert, wären auch die Dokumente verloren gewesen. Das Pulver wurde deshalb 1661 in einen neuen Bau ausgelagert

Wie bei der Restaurierung des Hexenturms haben wir im Zuge der Renovation 1984 für die Bodensanierung handgefertigte Tonplatten aus dem Tessin «nass in nass» direkt im Mörtelbett verlegt.

www.sarnen.ch